Neue Erfahrungen für Gashand, Geist und Seele

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2021 | Spurensuche Klöster, Maria, Schwarzwald| Tour-Tagebuch

Beitragsseiten

Tourtagebuch der Pilgern mit PS Fahrt "Spurensuche Klöster, Maria, Schwarzwald"
12. – 18. September 2021

Liebe Mitpilger*innen,
heute geht es endlich los. Spurensuche Maria. Was erwarte ich von dieser Tour:

 Ich wünsche mir
- Neue Erkenntnisse
- Aufklärung
- Neue Denkanstöße
 Für uns als Gruppe wünsche ich mir
- Möglichst trockene Straßen
- Kein Split
- Dass alle wohlbehalten ans nächste Ziel kommen
 Wie kann man einem Außenstehenden erklären, was wir tun:
Ich könnte mir vorstellen, wenn Wilhelm Busch ein Biker wäre, hätte es wie folgt lauten können:

Ein Pilgertag frei nach Wilhelm Busch
Mal nachgedacht – dann kam die Frage
was schreib` ich auf von diesem Tag.
Wie in manch´ früherem Jahr
trifft sich heut` die Pilgerschar.
Mit Getöse und Tara
Hurra jetzt ist der Letzte da.
Begrüßt, geherzt und wieder erkannt
und reich´ dem Nächsten noch die Hand.
Der Begrüßung frohe Worte
heißt uns Willkommen hier vor Orte
Den Helm in der Hand
zum Kreuz gelegt
der Kreis sich zum Gebet bewegt.
Die Uhr schlägt zur 9-ten Stunde
es wird echt ruhig in unserer Runde.
Ein Laudate für den Herren,
so starten wir am Morgen gern.
Mit Gottvertrauen in den Tag
So geht es los auf große Fahrt.
Nun lasst uns nicht mehr länger warten,
die „Bande“ möchte endlich starten.
Den Motor an, den Gang legt ein,
die Straße wird jetzt unser sein.

Nach Pilgermanier ordentlich und nett
fahren sie hintereinander akkurat und adrett.
Froh gestimmt, die Hand am Gas
so macht das Fahren besonderen Spaß.
Ob Straße groß – ob Wege klein,
ein paar Kurven müssen sein.
Zur Mittagszeit – oh welche Not,
einer schreit nach Wurst und Brot.
Ein anderer sagt – mir ist nur heiß,
ich hätte gern ein großes Eis.
Manch Wort – ihr mögt verzeihen,
ich braucht´ es für den nächsten Reim.
Des Abend aller erste Zier,
ist unser kühles Ankomm-Bier.
Frisch geduscht und gestärkt,
jetzt wird noch einmal aufgemerkt:
Einmal in sich gehen und nachgedacht,
was hat mir dieser Tag gebracht:
Ein Schöner war´s, den möchte ich loben
und dafür geht mein Dank nach oben.
Zum Schluss ein Satz sei noch gereimt,
die Freude am Fahren uns hier vereint.
Mit Gottes Hilfe einen guten Start,
ich wünsch´ uns allen eine gute Fahrt.


Heinz


1. Tag (Sonntag, 12.09.2021)

Von Werl zum Kloster Höchst (Höchst im Odenwald)

Respekt, lieber Heinz, für deinen Tagebucheintrag von gestern. Ich hab' mir für heute vorgenommen, die Messlatte ein gutes Stück nach unten zu verschieben und bin sicher, ich schaffe das!
Der Reihe nach:
Start der Tour gestern mit dem Gottesdienst in der Wallfahrtsbasilika Werl.
Schon beim Betreten der Basilika („vorne links ist für die PS-Pilger reserviert“ wird mir gesagt) erlebe ich das erste Gänsehaut-Gefühl.
Kerzenschein in der festlich geschmückten Kirche, und wir PS-Pilger werden extra herzlich begrüßt und mehrfach – auch in der Predigt – erwähnt.
Der Priester gibt uns den Segen für eine unfallfreie Pilgertour. Er erwähnt auch, dass wir natürlich auch unter dem Schutz des heiligen Christophorus stehen und auch unter dem Schutz der Gottesmutter Maria, die am 12. September Namenstag hat.
Ein für mich sehr schöner Gottesdienst, in dem es um Namensgebung geht. Assoziieren wir nicht alle mal mehr oder weniger mit bestimmten Namen bestimmte Verhaltensweisen?

Also, wenn ich demnächst einen Heinz kennen lerne, frage ich ihn nach seinen Gedichten!
Dann wieder – zum wiederholten Male für mich in katholischen Gottesdiensten – mein Problem. Die Dame – ich nehme an vom Pfarrgemeinderat – überreicht mir „den Leib Christi“ in Form einer Oblate. Mir – dem Protestanten. Darf Sie das?
Darf der Priester mich zur Eucharistie zulassen?
Ich lasse mich gerne eines Besseren belehren, aber ich glaube nicht.
Ich kaue die Oblate nicht als Protestant, sondern als Motorradpilger!
Das beruhigt mein Gewissen.

Auf dem Werler Marktplatz segnet der Priester mit dem Aspergil unsere Motorräder.
Wir starten unter dem Schutz der vielen ausgesprochenen Segen – und von Friedhelm und Regina soll ich auch grüßen.
Anne hat eine schöne Strecke ausgesucht – über Winterberg.
Weil heute so viele Kilometer abzureißen sind, ist auch ein kleines Stück Autobahn dabei und etwas Landstraße. Aber auch sehr viele und sehr schöne Kurven.

Von meiner Gruppe bin ich begeistert! Zum ersten Mal fahre wir in dieser Konstellation, und es ist, als hätten wir noch nie was anderes gemacht. Toll!
Wir fahren gerade durch Lieblos. Nee Freunde, ich bin grad dabei mich auf´s Pilgern einzulassen. Da kann ich solche Namen nicht gebrauchen. In Wasserlos fahren wir auf die Autobahn.
Im Kloster Hoechst erwartet uns ein einfaches aber völlig ausreichendes Abendbrot mit einer erfrischenden Dusche. Und dann? Lichterzauber im Innenhof des Klosters. Hunderte Kerzen tauchen das Kloster in festliches Licht und die Mitarbeiter des Klosters stellen 1000 Jahre Klosterleben vor. Unterbrochen durch musikalische Einlagen der Dekanatsmusiker*innen.
Ein festlich schöner Abend!

Tim, Sabine und Heinz dürfen hier das Projekt „Pilgern mit PS“ vorstellen und wir PS-Pilger singen allen Klosterbesuchern „Laudate ommes gentes“ vor.
Einige Gäste bedanken sich dafür. Für mich ein weiterer Gänsehautmoment.

Am heutigen Tag war nichts alltäglich. Alles war besonders. Dafür Danke.
Danke an Anne und meine Truppe, danke an den Priester in Werl, danke an die Verabschieder, danke an euch alle, danke für den gestrigen Abend an die Mitarbeiter des Klosters und danke an – ihr wisst schon!

Martin

 

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