Neue Erfahrungen für Gashand, Geist und Seele

Pilgern mit PS, Helmkreuz am Morgen vor dem Zündfunken
headerstreifen21_1200_0000s_0005_helmkreuz_thueringen_300.jpeg
PlayPause

2026 | Erzgebirge | Tour-Tagebuch - 3. Tag - Mittwoch, 7. Oktober 2026

Beitragsseiten

3. Tag - Mittwoch, 7. Oktober 2026
Jöhstadt-Grumbach, im „Heilbrunnen“

Plötzlich und unerwartet bleibt bei der morgendlichen Tagebuchreise dieses spannende Dokuwerk bei mir hängen und bittet mich um Asyl. Gerne nehme ich Dich auf und nehme Dich mit auf meinen Weg durch meinen Tag und lasse Dich teilhaben an meinen Gedanken.
Den morgendlichen 9:00Uhr-Zündfunken feiern wir auf einem kleinen Platz gegenüber von unserem Hotel „Wellness Hotel Anna Nejdek“.
Der Impuls des Tages ist eingebettet in den Text „Gebet um Lebensfarben“ aus dem Roadbook. Wir stehen im Kreis und lesen die „Herr…“-Abschnitte im stetigen Reihum. Meine Zeile lautet: „Herr, gib mir vom Braun der Erde – für Beständigkeit und Ausdauer“.

Ich ertappe mich, dass ich bereits bei dem Wort „Braun“ in die politische Richtung denke, und DAS ist so gar nicht meins. Aber da kommen auch sogleich die Erinnerungen an den Ernte-Dank-Gottesdienst von Sonntag, wo genau die angesprochene „Erde“ hervorgehoben wurde – Glück gehabt. 

Nach dem Zündfunken machen wir zwei Fahrgruppen uns gemeinsam auf den Weg gen Jöhstadt.
Wie auf einer Perlenkette fahren wir alle hintereinander, die zwei Guides mit ihren 10 Teilnehmern.
Ich fahre an Position 10 und bin nicht der Letzte – wie jetzt? Darüber muss ich nachdenken! 
Die „10“ war auf einmal Thema.
Kennt Ihr noch „Zehn – Die Traumfrau“ mit Bo Derek? Ich erinnere mich an meine Schulzeit, da sich unser Lehrer über die Hintergrundmusik so schön aufgeregt hat – wie könne man den „Bolero“ für solch einen Film so missbrauchen! Das waren noch Zeiten…
Doch heute kann ich beim Wort „Traumfrau“ dankbar sein, dass ich traumhafte Menschen in meinem Leben weiß.
Um 10 vor 10 waren wir dann in Kraslice (CZ) tanken, und um 10 Uhr sind wir bei 10°C weitergezogen. Um 10:15 Uhr hat meine „neue Z“ die 10.000km-Marke überwunden und ich kann sagen, sie macht mir wirklich sehr viel Spaß und Freude.

Beim Impuls ging es ja heute um die Farben, und nicht nur die, die es vorzulesen galt, sondern auch, in welcher Farbe man sich wiederfindet. Das sehe ich bei mir das „Orange“, denn da kann ich aktiv Einfluss nehmen und versuchen, Menschlichkeit zu leben. Hier kann und muss ICH meinen ersten Schritt machen.

Unsere Fahrstrecke führt uns wiedermal über wunderschöne Passagen von Ort zu Ort. Ob Morgenröthe (Geburtsort von Sigmund Jähn, erster deutscher Kosmonaut), Schönheide oder Jägersgrün. Ich bin begeistert von dem Herbstbunt der Welt, die wir erfahren dürfen.

Um 11 Uhr passieren wir die Passhöhe „Hefekloß“ mit 1788 halbe Meter Höhe. Möchte uns Guide Michael damit irgendwas sagen?
11:50 Uhr: Kurzer Stopp mit Aussicht auf das Markersbacher Viadukt und Michael berichtet über verschiedenste Hintergrundinfos.
Unsere Mittagsrast machten wir um 12 Uhr in Rittersgrün, wo wir den Kampf mit dem Monster-Fleischkäse im/auf/am Brötchen aufgenommen haben – alle sind hoffentlich satt geworden.

Und… Michael ist doch immer für eine Überraschung gut. Wir befuhren eine kilometerlange Sackgasse (deutlich gekennzeichnet!). Am Ende dieser überfuhren wir eine halb(!)spurige Brücke und stoppten kurz darauf. Michael sagte, hier müssten eigentlich eine Kapelle und ein Parkplatz sein. Dem ist aber leider nicht so. Schade. Aber wir wussten die Zeit zu nutzen und fuhren anschließend weiter.
Um 15:00 Uhr, also über eine Stunde später, hielten wir in Medenec an einer Kapelle für einen Stopp an. Michael erklärte kurz & knapp, er hätte sich wohl vorhin doch vertan und die Kapelle nun doch gefunden. Die Lacher waren auf seiner Seite.
Um 15:30 Uhr hatten wir dann Annaberg-Buchholz erreicht und Conny war mit Ihrer Gruppe kurz vorher auch dort angekommen. Gemeinsam nahmen wir einen großen Einblick in die dortige Kirche, machten fix ein Gruppenbild und dann ging es auf die letzten Kilometer zum Zielhotel „Heilbrunnen“, wo wir dann schließlich um 16:30 Uhr einliefen.

Gesund angekommen – Ankommenbier – Nachtickern – Abendessen. 
So bunt darf ein Pilgertag gerne enden.

Mike

Mehr als nur PS: Thomas, wir denken an dich!!!