Neue Erfahrungen für Gashand, Geist und Seele

Pilgern mit PS, Helmkreuz am Morgen vor dem Zündfunken
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2026 | Korsika | Tour-Tagebuch

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Tagebuch der Teilnehmer an der Motorrad - Pilgerfahrt "Korsika 26"

13. – 28.6.2026


Samstag, 9. Mai 2026
Das Vortreffen am Möhnesee

Die Vorfreude auf unsere Motorradtour nach Korsika war bereits spürbar, als wir uns am 9. Mai 2026 im Heinrich-Lübke-Haus (HLH) am Möhnesee zum Vortreffen versammelten. 
Für mich war es bereits die vierte Reise mit Pilgern mit PS, und so traf ich einige vertraute Gesichter wieder. Andere Teilnehmer kannte ich noch nicht, was die Spannung auf die bevorstehende gemeinsame Zeit zusätzlich erhöhte.
Insgesamt werden 19 Motorradfahrer:innen unterwegs sein: 
die drei Tourguides Conny, Tim und Mike sowie 16 weitere Teilnehmer. 
Nicht alle konnten persönlich zum Treffen erscheinen. Für sie stand jedoch jeweils ein Foto auf dem Stuhl, sodass auch sie symbolisch Teil unserer Runde waren.

Nach der Begrüßung folgte eine Vorstellungsrunde. Jeder erzählte ein wenig von sich, seiner Motorraderfahrung oder seinen Erwartungen an die Reise. Man spürte schnell: Die Vorfreude auf Korsika verband uns alle.
Ein besonderer Moment war die Auslosung der Gruppen. Dabei wurde entschieden, wer mit welchem Tourguide unterwegs sein würde und welche Teilnehmer:innen gemeinsam eine Gruppe bilden. Anschließend machten sich die Guides Gedanken darüber, welche der ausgelosten Gruppen sie übernehmen möchten. So nahm die Reise langsam konkrete Formen an.
Während des gesamten Treffens lag eine erwartungsvolle Stimmung in der Luft. Die Insel Korsika rückte mit jedem Gespräch ein Stück näher, und die ersten Kontakte innerhalb der Gruppen wurden geknüpft.
Zum Abschluss versammelten wir uns noch einmal gemeinsam und sangen „Laudate Omnes Gentes“. Das Lied verlieh dem Treffen einen besonderen, beinahe feierlichen Charakter. Es war ein schöner Ausklang eines Nachmittags, der nicht nur der Organisation diente, sondern bereits Gemeinschaft entstehen ließ.

Mit vielen neuen Eindrücken, wachsender Vorfreude und der Gewissheit, bald gemeinsam unterwegs zu sein, machten wir uns schließlich wieder auf den Heimweg.

RalfK

 

1. Tag - Sonntag, 14.06.2026

Vom Aufbrechen und Loslassen

Heute Abend fällt es mir schwer, das Tagebuch zu schreiben. Ich bin aufgewühlt und weiß gar nicht so recht, wie ich die Zeilen im Buch füllen kann.
Mich hat das Thema des ersten Zündfunkens im Hotel Ochs in Schmitten heute voll erwischt.
Aufbrechen…. sich auf den Weg machen, gemeinsam unterwegs sein, mit all dem Ungewissen, den Unsicherheiten, aber auch dem Schönen, den neuen Erfahrungen, der Neugier. Was wird uns auf unserer gemeinsamen Reise nach Korsika begegnen? Mit der Freude auf das, was da kommen mag.
Mit jedem Aufbrechen ist auch ein Abschiednehmen verknüpft.
Von Markus, Martin und Bernd, die uns ein Stück unseres Weges begleitet haben und uns mit Segen beglücken. Abschied nehmen von dem Gewohnten, dem Alltäglichen, der Arbeit und der Familie.
Wir brechen auf. Alles läuft gut. Meine Gruppe fährt sehr homogen, mein Motorrad läuft prächtig und ich erfreue mich an dem Wind, der um meine Nase weht.

Wir machen Tempo auf der Autobahn, um schneller ans Ziel zu gelangen. Bis… ja bis mein Motorrad an Energie verliert. Ich versuche, den Energieverlust auszugleichen und schalte einen Gang runter. Aber es reicht nicht aus. Es reicht nicht! Ich muss am Autobahnrand anhalten. Der Adrenalinspiegel steigt. War das jetzt das Ende?
Zum Glück haben Dirk und Wolfgang rechtzeitig reagiert und sind mit mir am Rand stehen geblieben. Ein kurzer Check-up, aber es war klar: ich muss den ADAC einschalten und mich abschleppen lassen.
War es das jetzt? War meine Reise nach Korsika hier an diesem Punkt zu Ende?
Traurigkeit schoss in mir auf. Sollte jetzt meine Pilgerreise hier auf diesem Abschnitt enden? Das kann doch nicht mit Loslassen gemeint sein!

Erstmal sammeln und nach möglichen Lösungen suchen.
Abschleppen – aufgeben – heimfahren – Auto holen und nachkommen – mitfahren – aber wie?

Die Gruppe trägt mich. Ich bin sehr dankbar dafür!
In einem Gespräch mit Conny und Wolfgang ergibt sich die Möglichkeit und Lösung, zunächst mit ihm und später mit Conny mitzufahren, das Gepäck aufzuteilen und auszuprobieren, wie eine gemeinsame Reise funktionieren kann.
Im Hier und Jetzt wird mir mit PmPS wieder ganz klar und deutlich, wie sehr ich die Gemeinschaft, das Füreinander-Einstehen, das Miteinander-Teilen, das Füreinander-Dasein, liebe und schätze!
Wie besonders es für mich ist, mit Euch unterwegs zu sein.

Danke Wolfgang,
Danke Conny, Dirk, Sabine und Joachim (der sooo lange gewartet hat).
Ihr seid großartig!


SabineD

 

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