9. Tag – Montag, 22.06.2026
Heute, am 22.06., ist mir das Tagebuch zugefallen bzw. habe ich es ergriffen.
Es ist der letzte Tag im Hotel „Sole e Monti“, also nochmal Rundfahrtag bzw. ein Tag zur freien Verfügung. Diesmal wähle ich Tim als Tourguide, denn es geht nach Bonifacio, der südlichsten Stadt auf Korsika, ein Touristen-Hotspot.
Hier ein kleiner Exkurs zum Namen K o R S I K A
Wie der Buchstabe „K“ schon erahnen lässt, geht es hier um Kurven, und das tausendfach!
Das kleine „o“ steht für ‚ooooh, wie beeindruckend‘! Eine Insel von purer Schönheit. Was die Natur uns hier so alles bietet ist einfach ‚wow‘!
Das „R“ steht für die vielen Rennradfahrer, die sich hier durch die Berge mühen. Hut ab, was die so draufhaben!
Das „S“ steht ganz sicher für die Schönheit und Vielseitigkeit von Korsika.
So bleiben noch die Buchstaben „i – k – a“. Hier mag sich jede(r) von Euch einen eigenen Reim darauf machen.
So, nun aber zurück zum eigentlichen Fahrtag.
Wir fahren in der Gruppe mit Tim & Daniela, als zweites Michael & Regina, danach Klaus & Christel, und zum Schluss die beiden Wolfgangs solo.
Nach zahlreichen Kurven, rauf und runter, und schönen Ausblicken erreichen wir schließlich Bonifacio. Es gibt hier sogar besondere Abstellbereiche, die nur für Motorräder vorgesehen sind, und das in üppiger Zahl. Tim hat sogleich fünf freie Plätze für uns ergattert – zum Glück: es waren die letzten!
Wir ziehen uns kurz etwas Luftiges an (geschwitzt haben wir ja genug), und machen uns auf den Weg zum Zentrum. Wir genießen herrliche Ausblicke auf das wirklich blaue Meer, eindrucksvolle Felsformationen und schöne Strände. Im Hafen liegen Boote und Yachten unterschiedlichster Größe, schon alles sehr beeindruckend.
Nach der Besichtigung zweier Kirchen erreichen wir das Zentrum. Es ist Mittagszeit und wir wollen etwas essen. Der Duft von Wildschweinbratwurst ist schon recht verlockend. Doch hier zeigt Daniela ihr Talent als wahre Fremdenführerin: Sie treibt uns weiter, scheinbar sucht sie ein bestimmtes Restaurant. Doch – dort ist leider alles voll.
Wir gehen weiter und landen schließlich in einem kleinen Gastraum mit herrlichem Meerblick. Der Balkon ist leider schon besetzt, teils mit Gästen, teils mit Möwen, die unter großem Geschrei auf Essensreste lauern. Ein Kellner stellt direkt für uns 8 Personen die Tische zurecht. Sehr freundlich. Die Speisekarte kreist. Dank der Übersetzungs-App von Klaus kann auch ich die Speisekarte lesen.
Erst jetzt wird mir klar, dass ich heute in die Gruppe der Muschelesser geraten bin.
Nur Regina, WolfgangH und ich entscheiden uns für Bruschetta. Wir möchten nur eine Kleinigkeit. Wie sich nachher herausstellt: eine weise Entscheidung, da fünfmal riesige Muschelportionen serviert werden. Ihr hättet mal vor allem Danielas Blick sehen sollen, als die Muscheltöpfe auf den Tisch gestellt wurden! So habe ich sie noch nicht strahlen sehen, so nach dem Motto „Ein Traum (IHR Traum) wird wahr!“.
Es war wohl richtig lecker, denn von Allen wird alles restlos verputzt. Selbst unsere Bruschetta war mit dem Essen beim heimatlichen Italiener nicht zu vergleichen.
Wir trafen sogar noch Sabine, Anne und Achim, hier auch nochmal zumindest zwei Muschelfans.
Nach abschließendem Bummeln durch kleine Lädchen mit zugehöriger Souvenirjagd erreichen wir unsere Motorräder und machen uns auf den Heimweg. Wieder schöne Kurven, tolle Landschaft und viel warm.
Kurz vor dem Hotel treffen wir auf Mike und Matthias. Oh Schreck. Warnblinker an.
Die Kawa von Mike wird teils gezogen, teils geschoben, wie ein störrischer Esel. Das ist die Karre auf dieser Tour aber wirklich! Erst die Batterie – jetzt der Gaszug. Lieber Mike, lass den Kopf nicht hängen, es kann nur besser werden, vielleicht in Form einer „Z 900 RS“.
So, liebes Tagebuch, das war mein Eintrag auf der Korsika-Tour 2026.
WolfgangE












