5. Tag - Donnerstag, 18.06.2026
Vom Hotel Thalassa in Saint Florent zum Hotel Stella Marina bei Serriera
Abfahrt am Hotel ohne Zündfunken: Das geht ja gar nicht!
Doch, das geht, denn der Ort für den heutigen Zündfunken soll die ‚schwarz-weiße Kirche‘ auf Korsika sein, deshalb erst einmal eine halbe Stunde Fahrt bis dahin. Unsere Gruppe macht sich zuerst auf den Weg, bis zu einem Abzweig, bei dem offensichtlich wird, dass unser letzter Fahrer plötzlich nicht nachgekommen ist. Zum Glück nichts passiert! Nur der Deckel vom Topcase war nicht zu! Das war schnell behoben und alle sind pünktlich an der Kirche angekommen.
Beim Zündfunken ging es um das Bild einer Schale, der Schale der Liebe, die erst gefüllt sein sollte, bevor sie überläuft und man etwas abgeben kann. Wenn meine eigene Schale nicht gefüllt ist, dann kann ich auch nicht hilfreich für Andere sein. Erst wenn meine Schale voll ist und überläuft sollte ich anderen etwas abgeben und gut sein. Wenn aber meine Schale nicht voll ist und es mir schlecht geht, dann kann ich auch nicht hilfreich für Andere sein. Kann ich hier auf Korsika, beim Motorradfahren, meine Schale füllen? Eine Frage, die ich zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht beantworten kann.
Noch etwas zur Strecke von heute:
Nach anfänglich zähem Verkehr mit LKWs auf der Strecke kam plötzlich ein Abzweig, ab dem wir keinen anderen Verkehrsteilnehmer trafen, außer zwei Radfahrern, die sich am linken Straßenrand gerade die Trinkflaschen an einer Quelle füllten.
Wir schraubten uns Kilometer um Kilometer weiter in die Berge und konnten in den Kurven schwelgen. Dann kam tatsächlich ein Ort! Warum lassen Menschen sich hier nieder? Gut jedenfalls für uns, sonst gäbe es die Straße nicht. Auch nach dem Ort ging es wunderschön weiter, noch bis zum Talabschluss des Asco-Tals.
Dort haben wir köstlich gegessen: Korsische Cannelloni mit einheimischer Käse-Kräuter-Füllung. Sehr zu empfehlen!
Dann: gleiche Strecke runter wie rauf, aber zwei unterschiedliche Eindrücke und Ausblicke. Jetzt hatte uns die Hitze wieder. Wir beschlossen, so schnell wie möglich zum Hotel zu fahren. Aber eine doch sehr lange Strecke mit schlechtem Asphalt kostete Zeit, Kraft und Nerven! Das letzte Stück, nochmals fast 50 km, ging es dann zwar wieder auf besserem Asphalt voran, aber eben auch sehr kurvig. Dann endlich späte Ankunft am Hotel (ca. 18 Uhr). Alle in unserer Gruppe waren froh, heile angekommen zu sein. Es war ein toller Fahrtag!
Eine andere Gruppe war schon da, aber die dritte fehlte noch. Wir wussten schon, dass etwas passiert war, aber mit viel Glück im Unglück sind die Mitpilgerinnen und Mitpilger dieser Gruppe letztendlich auch noch heile angekommen. Nur ein Motorrad musste zurückgelassen werden. Für die Besitzerin wird die Pilgerreise wohl hier enden. Sehr schade!
Ich drücke uns allen die Daumen, dass nicht noch mehr Unglücke passieren!
The heat goes on!
DirkJ












