10. Tag – Dienstag, 23.06.2026, HEUTE!
Ich weiß nicht, was für ein Tag ist. Die Zeit ging mir am ersten Tag auf Korsika verloren. Und ich bin ja nicht alleine…
Also, es geht vom Berghotel in Quenza zum Strandhotel in San Nicolao!
Der Zündfunke ist für 9 Uhr angesagt, somit können wir uns beim Frühstücken etwas mehr Zeit gönnen.
Durch unseren aktuellen Zwischenfall müssen erstmal alle organisatorischen Punkte geklärt werden.
Tim zitiert Papst Leo XIV. und gibt uns die Impulsfrage:
Hast Du auf Korsika eine Einsicht gewonnen, die etwas verändern könnte?
Durch die vielen Ereignisse auf dieser Reise drängt sich mir der Gedanke auf, dass ich Pilgern eigentlich mit guten Gesprächen, Begegnungen und dem Alleinsein unterm Helm verbinde, um meine Gedanken neu zu sortieren und ggf. etwas Gutes aus der Reise mit nach Hause zu nehmen!
Bei dieser Reise fehlt mir vor allem das Nachtickern; Gespräche über Gott und die Welt, wie man so schön sagt.
Ich habe also für mich die Einsicht gewonnen, dass ich genau DAS vermisse. Aber, … ob diese Einsicht eine Veränderung hervorruft? Und, … kann ich was dazutun? Ich werde mein Bestes geben!
Nun zum Tourtag: Mit den Pilgern auf Safaritour im korsischen Zoo!
Unsere Tour beginnt, und wie soll es auf der korsischen Insel anders sein: es schlängelt sich eine Kurve nach der anderen durch die wunderschöne Landschaft. Berge, Dörfer, Täler und Gerüche begleiten uns nun schon vom ersten Tag an auf der Insel Korsika.
Der intensive, würzige Duft der Macchia!
Wir werden durch einen riesengroßen Kräutergarten geführt. Die frischen Düfte von Rosmarin, Thymian, Minze, Curry, Kokos, Salbei, Pinie, Kastanie und der intensive Duft von Blumen und Pflanzen fliegt uns jeden Tag durch den offenen Helm in die Nase!
Das es wieder, warum ich so gerne Motorrad fahre.
Ich bin dankbar für jeden einzelnen Moment, den ich mit Euch auf dieser Insel teilen durfte!
Die vielen besonderen Tiere, die uns überwiegend brav beim Vorbeifahren zuschauen. Schmetterlinge, die von uns durcheinandergewirbelt werden, und die große Schweinefamilie, die mit ihrem kompletten Nachwuchs auf dem Weg zur Futtersuche ist. Ein wildes Rindvieh, dass sich sehr von uns bedroht fühlte – oder war es umgekehrt?
All diese Begegnungen gibt es nur auf dieser Reise, weil fast fremde Menschen auf gemeinsame Reise gehen. Und nie werden wir so wieder zusammen sein wie jetzt.
Also nutzen wir die Zeit, die wir gemeinsam uns schön machen können, denn da haben wir Einfluss drauf.
Gruß, SabineS












